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On the R(o)ad across America

Halbzeit der Tour!

Montag, 09.05.2016

Wir haben also unseren ersten richtigen Tornado überstanden. Johene erzählt uns, dass es ein, zwei Stunden weiter südlich ordentlich gekracht hat. Nochmal Glück gehabt!

Weil unsere Zelte noch trocknen müssen, starten wir erst kurz nach 11. Dann läuft es aber ganz gut und ne gute Stunde später sind wir in Atwood, wo wir uns eine kurze Pause bei Donuts und heißer Schokolade gönnen.

Kurz bevor wir weiterfahren, fragen wir an einer Autowerkstatt nach einem Nummernschild aus Kansas, da wir in 25 km bereits im nächsten Bundesstaat sein werden. Wir haben Glück und ergattern eins, sau geil!DCIM100GOPROGOPR3403.

Am Nachmittag setzen wir dann nach Nebraska über. Ein Tag Kansas muss reichen, wir müssen weiter nach Norden, wenn wir nach Chicago wollen.DCIM102GOPROG1513129.

Die ersten Kilometer in Nebraska sind bescheiden, es gibt keinen Seitenstreifen mehr, wtf? Dann kommt er immerhin sporadisch, dafür bietet die Landschaft plötzlich mehr unterhaltung, schön hügelig gehts noch 15 km weiter bevor wir an einem Staudamm für 8$ die Nacht unsere Zelte aufschlagen.DCIM102GOPROGOPR3143.

Survived the tornado, got a Kansas licence plate and made it to Nebraska. We camped 4 miles outside of trenton at a nice little dam.

Fahrstrecke: 69 Km
Fahrtzeit: 3:27 Stunden
Höhenmeter: 333

Dienstag, 10.05.2016

Nach einem gigantischen Oatmealfrühstück (Oatmeal+Apfel+Banane+Trailmix aus dem Liebermannschen Kochbuch, Seite 29) und einer Spardusche für 75 Cent fahren auf der Staatsstraße 25 weiter gen Osten.

Es läuft gut, die Straße ist gut und der Wind gnädig gestimmt. Landschaftlich dominieren grüne Weideflächen und Felder die Szenerie. Schnell erreichen wir McCook, eine Stadt mit immerhin knapp 8.000 Einwohnern. Zunächst kaufen wir im Walmart (riesiger Real) Lebensmittel ein.

Dann gehts Essen, Happa Happa! Braten, Kartoffelbrei und Bohnen – fast wie bei Mutti. Als wir die Rechnung begleichen wollen, sagt uns die Bedienung, dass sie bereits bezahlt wurde. Thank you very much!DCIM100GOPROGOPR3154.

Davor waren wir bereits beim Radladen, weil Stahlwade’s Stahlwade mal wieder ne Speiche zerstört hat (Nummer 9). Nach dem Essen, holen wir das Rad ab, kostet nur 5 $ (plus tax). Krass, bei der vorletzten Reparatur, musste Albi dafür noch 55$ blechen.DCIM100GOPROG0013163.

Wieder auf dem Asphalt ändern sich die Bedingungen: miese Straße und seitlicher Gegenwind und fiese Hügel. Wir trotzen den Widrigkeiten und strampeln uns mit einem Gewitter im Rücken bis Cambridge (kleines Dorf mit 1000 Menschen), wo wir auf einem öffentlichen Campingplatz für umme unser Quartier errichten und den Tag mit Bier und Ravioli ausklingen lassen.DCIM100GOPROGOPR3173.

PS: Sind mitlerweile nur noch 700 Meter über dem Meeresspiegel. Deswegen sind am Abend leider viele blutlustige Mücken unterwegs. Sowas lässt sich eine Stahlwade aber natürlich nicht bieten!image

We cruised to McCook, there we were invited to lunch. Albert got his spoke repaired and we stayed at the public campground in Cambridge.

Fahrstrecke: 87 Km
Fahrtzeit: 4:29 Stunden
Höhenmeter: 322

Mittwoch, 11.05.2016

Über Nacht hat es kräftig geregnet, weshalb es bis 10 Uhr dauert bis unsere Zelte einigermaßen getrocknet sind und wir aufbrechen können.

Anfangs ist es noch ziemlich kalt, wir fahren die ersten Kilometer mit langen Klamotten. Bei wieder starkem Seitenwind und andauernden Hügeln kommen wir nur schwerlich vorran.DCIM100GOPROG0023184.

Irgendwann treffen wir Lissy, eine Dame mitleren Alters, die zu Fuß mit Buggy unterwegs ist. Sie bestellt sich grad telefonisch neue Schuhe, da ihre alten „done“, also fertig mit der Welt, seien. Die gute Frau läuft für den Umweltschutz von Kalifornien nach New Jersey (leicht andere Route als wir). Ihren Blog erreicht man unter: www.oneearthwalkproject.blogspot.comDCIM100GOPROG0043222.

Als wir einen besonders zähen Hügel erklimmen, schlingert Albis Rad plötzlich bedenklich. Speiche. Schon wieder. Mist!

Zum Glück können wir den Patient schnell versorgen und treffen ein paar Kilometer später in Holdrege, einem größeren Örtchen, ein. Geschlaucht wählen wir ein mexikanisches Restaurant. Basti bestellt mal wieder einen Burrito, für Stahlwade gibts Reis mit Bohnen.

Während dem Essen hat der Wind dann anscheinend gedreht. Yes, Rückenwind! Das erste Mal seit Tagen fliegen wir wieder. Die Drahtesel rauschen mit 27 Km/h an Farmen und saftigen Hügeln vorbei. 22 Km in knapp 45 Minuten. Läuft!

Inzwischen ist es später Nachmittag. Im nächsten Ort (Axtell, population 700) fragen wir wie gewohnt einfach mal im Supermarkt, wo zwei „german cyclists“ ihre Zelte aufschlagen können. Man rät uns zu einem kleinen Fischersee am Stadtrand. Dort angekommen werden kurz die Zelte aufgebaut, wonach wir uns erstmal verkriechen und zwei Stündchen einfach mal Abschalten und Nichtstun. Später wird noch gegessen (Nudeln, Reis,Kartoffeln) und kurz der Plan für die nächsten Tage durchgegangen.DCIM100GOPROGOPR3229.

We started with bad wind. It was very hilly and it took us 4 hours to get to Holdrege. After lunch we kept riding until we got to Axtell, where we camped at a little fishlake.

Fahrstrecke: 97 Km
Fahrzeit: 5:01 Stunden
Höhenmeter: 450

Als wir gegen 10 Uhr in Richtung Hastings starten wollen, kommt plötzlich ein Golfkart angedüst. Der nette Herr stellt sich als Mitch vor und bietet uns eine Dusche an -da sagen wir natürlich nicht nein. Wir folgen ihm zu einer Einrichtung für köperlich- und geistig Behinderte, für die er arbeitet.

Dort angekommen finden wir nicht nur Duschen, sondern auch ein Schwimmbad, wo wir natürlich direkt reinhüpfen. Perfekter Start in den Morgen!DCIM100GOPROG0053242.

Als wir uns bedanken und losradeln wollen, werden wir gefragt, ob wir noch kurz zwei deutsche Briefe übersetzen können. Machen wir natürlich gerne und finden raus, dass sie von einem deutschen Kriegsgefangenen stammen, der auf der Farm bei den Urgroßeltern von Mitchs Boss gearbeitet hat.DCIM100GOPROG0063266.

Dann gehts aber wirklich mal mit Fahrradfahren los. Der Wind bläst uns im Nu ins 70 Km entfernte Hastings. Heute sind wir flyer als Marty McFly. Irgendwo dazwischen machen wir auch die 3000 Km voll – eine historische Marke, bedeutet sie doch gleichzeitig auch Halbzeit unseres Trips.DCIM100GOPROG0073353.

Die Nacht verbringen wir dann bei Harry und Lisa, die wir über Warmshowers gefunden haben. Zum Abendessen gibts selbstgemachte Burger, Fritten und Bier – perfekt für hungrige Biker.DCIM100GOPROG0083394.

Were invited for a nice shower, then rode about 45 Miles to Hastings. Found Harry and Lisa on warmshowers and stayed at their house for the night.

Fahrstrecke: 71 Km
Fahrtzeit: 3:07 Stunden
Höhenmeter: 102

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2 Comments

  1. jeff Wusk Mai 17, 2016

    Had a great time with you both in Fairmont NE at the Fillmore Central Teachers party. Great job singing karaoke. Good luck on your trip.

    • ontheroad Mai 17, 2016 — Post Author

      Thanks Jeff! We had a great time to, was very fun night!

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