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On the R(o)ad across America

Zwei Großstädte, geile Menschen und Karaoke

Freitag, 13.05.2016

Der Tag beginnt mit selbstgemachten Pancakes unserer Gastgeberin Lisa. Nachdem wir uns mehrfach bedankt haben, gehts gegen 9:30 wieder rauf aufs Rad.

Der Wind steht günstig und wir gleiten bei entspannten 30 km/h gen Osten. In Sutton, einem 1000 Seelen Dorf, essen wir mal wieder bei Subway. Unser klassisches Mittagessen dort besteht aus dem „Footlong Sub of the Month“ für 6$, einer Cola und drei „Double Chocolate Cookies“.image

Dann dreht der Wind mal wieder von einer auf die andere Sekunde. Nun kämpfen wir uns bei halber Geschwindigkeit durch den immer stärker werdenden Gegenwind. Einige Male werden wir dabei fast von der Straße gedränkt – macht irgendwie weniger Spaß als zuvor.

miese Briese

miese Briese

Wir sind Spielball des Winds und beschließen daher heute schon nach gut 75 Km Feierabend zu machen und fragen wie gewohnt im Supermarkt nach einem „place to pitch our tents“. Wir dürfen im Stadtparkt zelten.DCIM104GOPROGOPR3654.

Nach dem Abendessen erkunden wir die Stadt und entdecken ein Dutzend Nummernschilder aus Nebraska auf der Veranda eines Hauses. Bingo! Als wir klingeln öffnet uns eine junge Frau, die uns auf Nachfrage tatsächlich eins ihrer Sammlung schenkt. Jippie!DCIM104GOPROG0163698.

Zum Abschluss des Tages steuern wir noch die Dorfkneipe des Örtchens an. Dort ist heute einiges Los: ca. 50 Lehrer feiern dort das Ende des Schuljahrs.

Unsere Story der Radtour durchs Land hat sich bereits rumgesprochen (die Kassiererin im Supermarkt scheint eine echte Quasselstrippe zu sein) und wir werden direkt auf ein Bier eingeladen. Ein paar alkoholische Getränke später singen wir noch Karaoke und räumen mit unserer Interpretation von Uncle Crackers „Follow Me“ sogar den ersten Preis im Wettbewerb der besten Songeinlagen ab.

Kojoten live on stage

Kojoten live on stage

Feierlich überreicht man uns 6 Dollar und wünscht uns noch alles gute für die weitere Reise. Kurz vor Mitternacht liegen die zwei Kojoten dann endlich in ihren Zelten.

Started from Hastings after having a nice breakfast. Rode with 18 mph to sutton. Then had bad headwind and stayed in fairmont where we got a new licence plate and sang karaoke at a teachers party.

Fahrstrecke: 76 Km
Fahrtzeit: 3:40 Stunden
Höhenmeter: 223

Samstag, 14.05.2016

Wie immer gibt es Oatmeal mit Apfel und Banane sowie Espresso zum Frühstück. Nachdem alles zusammen gepackt ist, starten wir gen Osten; Lincoln ist das Ziel, wobei wir vorab noch keine Unterkunft organisieren konnten. Wir haben leichten Seitenwind aber im Vergleich zum Vortag nichts ernstes.image

Wir kommen gut voran, doch noch immer ist unklar, wo wir unsere Nacht verbringen. Über Warm Showers bekommen wir soweit nur Absagen. Trotzdem beschließen wir in die Stadt zu fahren. Dafür müssen wir gut 30km nördlich fahren und haben somit einen immer stärker werdenden Gegenwind. Hinzu kommt das wir uns plötzlich auf einem Expresshighway befinden, zweispurig im Feierabendverkehr.

Kaum befinden wir uns im Stadtgebiet, verschwindet auch noch der Seitenstreifen. Wie es scheint, befinden wir uns auf der meistbefahrenen Straße Lincolns.
Der Verkehr ist nervenaufreibend, Stop- and go, immer mit der Angst im Nacken, unachtsame Autofahrer übersehen uns.DCIM100GOPROG0133648.

Da wir noch keine Bleibe für die Nacht finden können, checken wir im Microtel, im Nord-osten der Stadt ein. Wir wollen gerade auf den Parkplatz des Motels abbiegen, haben uns schon eingeordnet, da quietschen plötzlich Autoreifen. Eine Autofahrerin wollte tatsächlich noch überholen und hätte Basti fast vom Rad geholt. Wir ernten wildes Geschrei und Stinkefinger, sind aber zum Glück glimpflich davon gekommen.

Abends erkunden wir noch für einige Stunden die Stadt. Lincoln ist die Hauptstadt Nebraskas, hat knapp 300.000 Einwohner und beherbergt auch die größte Uni des Staats, welche wir uns natürlich genauer ansehen.

Nebraska State Capital Building

Nebraska State Capital Building

Der Tag endet mit einem Pick-Up Game auf einem beleuchteten Stadtpark unweit unseres Hotels.

Made it to Lincoln, where we had to stay in a hotel because we could find anyone to host us. Discovered the city in the evening.

Fahrstrecke: 102 Km
Fahrtzeit: 5:01 Stunden
Höhenmeter: 390

Sonntag, 15.05.2016

Beim Frühstücksbuffet wird ordentlich zugeschlagen, wenn man schon 60$ für die Nacht bezahlt, muss man das Geld schließlich irgendwo wieder reinholen.

Kugelrund strampeln wir uns aus der Stadt raus und folgen dem Highway 6. Die Straße führt uns durch kleine Dörfer, die zwar allesamt über wenig Einwohner dafür aber über riesige Silos samt Eisenbahnverbindung verfügen. Nebraska ist nämlich einer der wichtigsten Futtermittellieferanten in den Staaten.DCIM100GOPROGOPR3706.

Irgendwo mittendrin stellt sich uns ein Zug in den Weg – Stahlwade zählt knapp 100 Waggons.image

Außerdem überqueren wir den gut 500 Km langen Platte River.DCIM100GOPROG0163725.

Wenig später erreichen wir bereits die Metropolregion unseres heutigen Ziels. Omaha ist die größte Stadt Nebraskas. Wir haben Glück und können Deron und Judy über Warmshowers als Gastgeber für zwei Nächte gewinnen. Wir werden reichlich bekocht und freuen uns auf unseren ersten Ruhetag nach Denver.DCIM100GOPROG0183781.

Cycled out of the city, took Highway 6 all the way to Omaha, where we found a very nice place to stay at Deron and Judy’s House.

Montag, 16.05.2016

Heute wird ausgeschlafen. Es regnet und hat über Nacht deutlich abgekühlt, es sind nurnoch knapp über 10 Grad – gut das wir heute nicht aufs Rad steigen müssen!

Nach dem Frühstück leiht uns unser Gastgeber Deron großzügigerweise sein Auto, damit wir unsere Sachen erledigen können. Der passionierte Radfahrer arbeitet heute von zu Hause aus und braucht sein Gefährt deshalb nicht.

DCIM100GOPROG0173733.

Wir fahren zuerst zum Fahrradladen um Albis Hinterrad richten zu lassen, da, wie sich herrausstellte, die 11.Speiche heimlich verabschiedet hat.image

Um während eines „anstrengenden“ Tages nicht zu viel Kalorien zu verlieren, genehmigen sich die zwei Coyoten einen Burger bei „Five Guys“ und gehen anschließend ins Kino um die Straße aus dem kopf zu bekommen. Es läuft Marvels „Captain America – Civil War“. Sweet!

Zurück bei Deron sind wir trotzdem ein wenig geschlaucht deshalb gibt es für das Coyotenduo ein kleines Nachmittagsschläfchen. Abends werden wir noch in eine typisch Amerikanische Bar eingeladen, wo bei gutem Bier und Pepperonipizza noch ein paar Radfahrerstories ausgetauscht werden.

Its bad weather and raining all day. Luckily we dont have to cycle today. Went to the bikeshop to fix alberts spokes, ate at 5guys and went to the cinema. Deron invited us to a delicious dinner at a typical american bar. Thanks!

Fahrstrecke: 80 Km
Fahrtzeit: 3:50 Stunden
Höhenmeter: 430

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4 Comments

  1. erde Mai 17, 2016

    Aufmerksam geworden durch eine Coburger Zeitung, freue ich mich nun, Eure Etappen zu verfolgen und bewundere euren Mut.
    Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute und tolle Begegnungen.
    Grüße aus Rödental

    • ontheroad Mai 18, 2016 — Post Author

      Danke freut uns! Viele Grüße aus Winterset, iowa!

  2. Anne und Frank Mai 19, 2016

    An Euch zwei da draußen! Keep going and good luck on your tour!
    Ihr seid jetzt schon Helden!!
    Liebe Grüße aus Winterbach !

    • ontheroad Mai 21, 2016 — Post Author

      Danke Anne und Frank! Grüßle ins Ländle!

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